5. November 2014

Ostpreußische Pfefferkuchen

Es ist so weit, ich konnte mich nicht mehr zurückhalten und musste mit der Weihnachtsbäckerei loslegen. Als erstes muss ich natürlich immer meine Lieblingsplätzchen backen. Das Rezept ist ein ganz altes Familienrezept aus Ostpreußen. Der Geschmack ist einzigartig und mit nichts zu vergleichen. Diese Plätzchen sind für mich Kindheitserinnerung pur und Weihnachten und die Vorweihnachtszeit sind ohne sie absolut undenkbar. Wer weihnachtlichen Gewürzduft in der Wohnung liebt, sollte dieses Rezept unbedingt ausprobieren. Aber vorsicht, die Plätzchen machen süchtig. Ich muss sie jedes Jahr mindestens dreimal backen!!

Zutaten

für etwa 6 Bleche Pfefferkuchen

für den Teig
  • 450 g Rübenkraut
  • 150 g Honig
  • 375 g Zucker
  • 200 g Schmalz
  • 150 g Margarine
  • 1 kg Mehl
  • 3 Eier
  • 2 Essl. Kakao
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 60 g Pfefferkuchengewürz (3 Päckchen Staesz Pfefferkuchengewürz à 20 g, gibt es in Bioläden, Reformhäusern und Apotheken)
  • 10 g Hirschhornsalz
  • 10 g Pottasche (in einem Likörglas mit Rum aufgelöst)
für die Dekoration
  • 1 Päckchen Puderzucker
  • ein wenig Wasser
  • 200 g ganze Mandeln 

Zubereitung

Es handelt sich um ein altes, etwas aufwändigeres Rezept, aber die Mühe lohnt sich absolut! Wichtig ist, dass man bedenkt, dass man an einem Tag den Teig herstellt und erst am nächsten Tag mit dem Backen loslegen kann.

Am ersten Tag zunächst das Rübenkraut, den Honig, den Zucker, Schmalz und Margarine in einen Topf geben und so lange erwärmen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Danach die Masse abkühlen lassen, bevor man die restlichen Teigzutaten untermischt (es ist sehr wichtig, dass die Masse komplett abgekühlt ist, denn sonst braucht der Teig zu viel Mehl und die Plätzchen werden steinhart!).

Wenn die Honigmasse abgekühlt ist, diese und die restlichen Teigzutaten zu einem weichen Teig verkneten. Dafür das Mehl nach und nach mit der Maschine unterkneten. Meist braucht der Teig etwas mehr Mehl als 1 kg (so 100 -200 g mehr ist o.k.), bis er eine weiche, geschmeidige Konsistenz hat und sich vom Rand der Schüssel löst beim Kneten. Den fertigen Teig mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht an einem kühlen Ort ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Nun zunächst die Deko für die Plätzchen vorbereiten. Dazu ganze Mandeln in ein Behältnis füllen und kochendes Wasser darübergeben, damit sich die Haut löst. Nach ca. 15 Minuten das Wasser abgießen und die Haut von den Mandeln lösen. Danach mit einem Messer die Mandeln entlang der vorgegebenen Kante halbieren. Den Puderzucker in eine Schüssel geben und nach und nach wenig Wasser unterrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Der Guss sollte am Ende die Konsistenz von flüssigem Joghurt haben. Nun den Pfefferkuchenteig mit der Maschine durchkneten, bis er geschmeidig ist (ich halbiere den Teig und knete dann erst die eine Hälfte und verarbeite sie weiter und verfahre im Anschluss dann genauso mit der zweiten Teighälfte). Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche einen knappen Zentimeter dick ausrollen, Formen ausstechen und diese auf einem mit Backpapier belegten Blech mit etwas Abstand verteilen. Die Pfefferkuchen ca. 15 Minuten backen, bis sie ganz leicht am Rand gebräunt sind. (Wenn die Plätzchen beim Backen des ersten Blechs zu sehr verlaufen, muss noch etwas Mehl unter den Teig geknetet werden.) Wenn man mehre Bleche auf einmal backen möchte, muss man Umluft verwenden (dann ca. 160 °C). Ich finde aber, dass die Plätzchen schöner werden, wenn man sie Blech für Blech einzeln bei Ober-/Unterhitze backt.

Die noch warmen Pfefferkuchen mit etwas Puderzuckerglasur bestreichen und einen Klecks extra draufgeben und eine halbierte Mandel als Dekoration darauf setzen. Die Kekse auf einem Gitterrost komplett abkühlen lassen und dann in einer Plätzchendose aufbewahren. Die Pfefferkuchen werden mit der Zeit noch besser, weil sich die Aromen dann richtig entfalten. Lecker!!!

VIEL SPASS wünscht...

Paulas Frauchen


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